Physiotherapeut*innen und die Selbstzahler-Leistungen:
Nur ein Märchen oder doch Realität?
Es wird viel darüber geredet und kaum einer schafft es: Die systematische Vermittlung von zusätzlicher Behandlungszeit als Selbstzahlerleistung oder der Tansfer von Patient*innen in den Trainingsbereich und somit in eine selbstzahlende Mitgliedschaft. In der Praxis klagen Physiotherapie-Inhaber*in gegenüber Kolleg*innen und Sachverständigen regelmäßig: „Meine Therapeut*innen können das nicht und können nicht einmal ein Theraband verkaufen, geschweige denn Empfehlungen aussprechen.“
Warum ist das so? Ganz einfach:
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Ein*e Physiotherapeut*in lernt in seiner Ausbildung nicht seine Leistung klar und strukturiert zu empfehlen (zu verkaufen). Er ist somit darin ungeübt und fühlt sich unsicher. Das bringt wiederum das Gefühl von Angst mit sich. Die Angst, nicht richtig verstanden zu werden und somit auch die Angst, vor einer Verneinung seitens des Patient*innen.. Was also fehlt, ist das „Wie“ und somit die kommunikative Fähigkeit bei der Empfehlung. Genauso wie Sie und ich Fahradfahren gelernt haben, kann jeder Mensch auch diese kommunikative Fähigkeit des Empfehlens erlangen und verbessern.
Was nicht funktioniert? Das wäre einen Verkaufsprozess aus irgendeiner anderen Branche (Fitnessbranche, Kosmetikbranche…) plump in die Physiobranche zu übertragen. Der Grund: In der Therapie finden sich andere Rahmenbedingungen vor. Die Offensichtlichste ist, dass ein*e Patient*in davon ausgeht, dass er durch seine KK alle erforderlichen Leistungen bezahlt bekommt. Neben den kommunikativen Fähigkeiten der Physiotherapeut*innen gibt es in den Physiopraxen auch keine Struktur für den Empfehlungsprozess. Also wo, wann und wie vermittelt man dem / der Patient*in, der ein 6er Rezept hat, zusätzliche Behandlungszeit oder die Buchung der Trainingstherapiefläche?
Check-Liste für die erfolgreiche Vermittlung von Selbstzahlerleistungen:
- Empfehlungsausprache bereits nach der ersten Behandlung. Nach abgeschlossener Behandlung ist der Leidensdruck (kurzfristig) verschwunden & die Notwendigkeit für Selbstzahlung (Behandlung, Training etc.) fehlt. Die Empfehlung muss im Erstgespräch erfolgen.
- Schriftlich fixierter Ablauf bei Ersttermin mit Neupatient*innen. Ohne feste Strukturen, überlassen Sie den Erfolg dem Zufall.
- Digitalisiertes Selbsterkenntnisgespräch des Patient*innen. Der Bedarf und Nutzen für „mehr Leistung“ wird erkannt, gefestigt & automatisch festgehalten. Es darf sich dabei nicht um eine plumpe Anamnese handeln.
- Einheitliche Leistungskommunikation der Therapeut*innen. Hier gibt es viele spezielle Schlüsselsätze. Lassen Sie sich von Spezialistt*innen helfen und greifen sie auch hier auf Digitalisierung zurück, um es den Therapeut*innen einfacher zu machen.
- Regelmäßige Schulung des Systems mit den Therapeut*innen. Wie bei jedem/jeder Profi-Sportl*in gilt: Nur regelmäßiges Training mit dem Spezialist*innen/Coach*innen verhilft Ihnen zu Höchstleistung.
Win-Win Situation schaffen
Wenn Ihre Therapeut*innen es geschafft haben, dem/der Patient*in zusätzliche Behandlungszeit zu vermitteln, dann hat nicht nur Ihr/Ihre Patient*in davon einen großen Nutzen (schnellere/längere Schmerzfreiheit), sondern auch Ihre Therapeut*innen haben ein entspannteres Arbeiten, aufgrund der vielen entspannteren „40 Minuten“-Termine mit dem/der Patient*in. Hier ist dann auch endlich ausreichend Zeit für das gesamte Know-How des/der Therapeut*in und sein Wissen macht sich endlich bezahlt. Wir sprechen also von einer Win-Win-Situation.
Und gerade durch die Vermittlung von zusätzliche Behandlungszeit wird eines ermöglicht: Der Transfer auch die Trainingstherapiefläche. Allgemein bekannt ist, dass man dem Großteil der Patient*innen nachhaltig nur dann helfen kann, wenn er sein Leben durch regelmäßiges Training aktiver gestaltet – zum Beispiel im Trainingsbereich der Therapie. Neben dem nachhaltigen Patient*innenerfolg wird hierdurch dann auch der wirtschaftliche Erfolg für das Unternehmen erhöht und eine Unabhängigkeit vom Kassensystem geschaffen. Wieder eine Win-Win-Situation.
Sie sehen: Auch hier kommen Sie um eine Investition in Ihre Mitarbeitenden nicht herum. Die Fähigkeit der Leistungskommunikation Ihrer Mitarbeitenden und der Empfehlungsprozess spielen die größte Rolle für einen nahhaltigen Erfolg.
Doch verzweifeln Sie nicht! Denn für diese Problematik gibt es Lösungen. Ein aus der Praxis erprobtes System. Es beinhaltet eine speziell entwickelte Empfehlungspsychologie für Physiotherapeut*innen, die die Kommunikation mit den Patient*innen leicht, zielführend und erfolgreich macht. Durch ein Schulungskonzept und digitalen Hilfsmitteln wird diese Fähigkeit leicht erlernt und zum anderen mit einem einheitlichen Arbeitsprozess versehen. Dieser Prozess ist ehrlich und transparent, ganz zum Nutzen der Patient*innen und sorgt gleichzeitig für eine Erhöhung der Rentabilität Ihrer Therapie.
Zum Verständnis nur mal eine kurze Erläuterung eines wichtigen Punktes:
Der erste Ansatz, den Sie beispielsweise beleuchten sollten, ist der Zeitpunkt der Empfehlung Ihrer Therapeut*innen. Ein*e Patient*in lässt eine Empfehlung nur zu, wenn der Leidensdruck hoch und die Notwendigkeit für ihn dementsprechend erkennbar ist. Empfehlen Ihre Therapeut*innen erst nach abgeschlossener Behandlung den Bewegungsbereich, sieht der/die Patient*in aufgrund der durch die Behandlung – natürlich oftmals leider nur kurzfristig – wiedererlangten Schmerzfreiheit keinerlei Notwendigkeit mehr, eine gezielte Bewegung in sein Leben zu integrieren.
Erfolg spricht für sich. Mit einem so gestalteten Empfehlungssystem für Physiotherapeut*innen werden aus einem 6er Rezept durchschnittlich 60% selbstzahlende Behandlungszeit generiert und bis zu 35 % selbstzahlende Patient*innen für den Bewegungsbereich gewonnen. Wir sprechen hier von Mitgliedschaften mit einer Laufzeit von 24 Monaten und einem Beitrag von 70 bis 80 pro Monat. Auch Ihre Therapeut*innen sind dazu in der Lage, wenn Sie bereit sind, in Ihre Mitarbeitenden zu investieren. Wenn Sie etwas verändern wollen, dann müssen Sie flexibel sein, nur dann ergeben sich Chancen. „Haben Sie Mut zur Veränderung“
Thomas Kämmerling
Physiotherapeut, Sachverständiger für Gesundheitsanbieter des DSSV, Physio-Spezialist der Experten Allianz für Gesundheit e.V., Internationaler Referent zum Thema Leistungskommunikation, Geschäftsführer KWS GmbH